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Zusatz-Heizsysteme 
Standheizungen, elektrische
Vorwärmsysteme, Wärmespeicher 
Der Autofahrer sieht es mit
Freude.
Kraftstoff-Verbrauchswerte moderner Modelle zeigen sinkende Tendenz,
insbesondere auf dem Dieselsektor tun sich Dinge, die vor einigen Jahren
schwer vorstellbar waren. So gibt sich ein Fahrzeug vom Format eines
Audi A6 TDI (96 kW) mit 6,3 l/100 km zufrieden, nachgemessen im
ADAC-Fahrzyklus. Die mit dem Kraftstoff zugeführte Energie wird hier
schon recht deutlich in Vortriebskraft umgesetzt.
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Der Autofahrer fühlt es mit
Ingrimm.
Im Winter bleibt der Innenraum freilich eher kalt. Bei dem so positiv
erwähnten Modell dauerte es zähe 20 Minuten, bis sich auf allen Sitzplätzen
eine angenehme Temperatur eingestellt hatte (ermittelt in der
ADAC-Klimakammer, ausgehend von - 10° C bis + 22° C).Hier zeigt sich
deutlich der Nachteil moderner Motoren-Technologie: "Abwärme"
aus dem innermotorischen Verbrennungsvorgang fällt kaum mehr an und
steht dementsprechend für die Fahrzeugheizung nur noch unzureichend zur
Verfügung. Selbst serienmäßig vorhandene Zusatz-Heizsysteme ("Zuheizer"),
die elektrisch (Glühstift) oder kraftstoffbetrieben arbeiten, bewirken
da keine Wunder. Besonders gut gekühlt zeigen sich zudem große
Fahrzeug-Innenräume von Kleinbussen und Vans.

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Wohlige Wärme mit
Zusatz-Heizsystemen?
Die Zubehör-Industrie bietet entsprechende Produkte zur
Komfort-Steigerung an, zusätzlich sollen sie für eine schnellere
Scheiben-Enteisung sorgen sowie das Abgasverhalten in der
Motor-Warmlaufphase positiv beeinflussen. Was die einzelnen Systeme
leisten, hat der ADAC im Rahmen eines umfangreichen Tests hinsichtlich
Heizwirkung, Handhabung, Energieverbrauch, Umweltaspekten und natürlich
auch Kosten untersucht und bewertet. Der Test wurde mit Diesel-Modellen
gefahren, die Heizsysteme eigenen sich prinzipiell auch zum Einbau in
Benziner
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Zusatz-Heizsysteme - so
funktionieren sie 
Die Standheizung.
Der Einbausatz besteht im wesentlichen aus einem kraftstoffbetriebenen
Brenner, an dem das kalte Kühlwasser vorbeigeleitet wird.Das
"Heizmaterial" wird aus dem Fahrzeugtank gezapft, der
Verbrauch ist mit ca. 0,5 Liter pro Stunde anzusetzen. Zur Umwälzung
des Kühl- (bzw. in diesem Fall Heiz-) Wassers dient eine eigene
elektrische Wasserpumpe.
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Die Wärme wird über den (serienmäßigen)
Heizungs-Wärmetauscher in den Innenraum abgegeben, unterstützt durch
den bordeigenen elektrischen Innenraum-Lüfter. Der Motorblock wird
durch das zirkulierende Wasser mit erwärmt. Angesichts der Größe der
Heizgeräte ist ein geeigneter Einbauort nicht immer so einfach zu
finden.
Mit aufpreispflichtigem Zubehör wie Zeitschaltuhr, Funkfernbedienung
oder sogar übers Handy kann das System frühzeitig vor Fahrtbeginn
gestartet werden.
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Es sollte allerdings die Regel
beachtet werden, dass die maximale Vorheizzeit nicht länger als die
folgende Fahrtzeit ist - andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die
Batterie durch den Strombedarf von Umwälzpumpe und Innenraum-Gebläse
zu stark entlädt. Während der Fahrt kann die Heizung je nach Bedarf
weiter mitlaufen. Ein Betrieb in geschlossenen Räumen (Einzel- oder
Sammelgarage, Parkhaus) ist wegen der Heizungs-Abgase freilich tabu.
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Viele Dieselmodelle sind bereits
serienmäßig mit einem kraftstoffbetriebenen sogenannten "Zuheizer",
der allerdings nur im Fahrbetrieb arbeitet, ausgerüstet. Es handelt
sich um eine abgespeckte Standheizung - ohne Umwälzpumpe und Schaltuhr.
Die "fehlenden" Elemente lassen sich allerdings
vergleichsweise kostengünstig nachrüsten. (nicht möglich bei der
elektrischen "Glühstift"-Heiztechnik, hier wäre eine
komplette Standheizung einzubauen).
Wesentlich für Biodiesel-Nutzer: Eine Freigabe der
Heizungshersteller für diesen Kraftstoff liegt nicht vor!
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Der "Wärmespeicher".
Die ursprüngliche Entwicklung hieß "Latent-Wärmespeicher":
In einer Art Thermoskanne im XXL-Format speicherte eine vom Kühlwasser
umspülte Bariumsalz-Kapsel Wärmeenergie - ausreichend für einen
Warmstart auch nach längerer (ca. 12 Stunden) Standzeit. Allerdings war
dieses Ei des Columbus nicht ganz "gar": Das aggressive Salz
fraß sich durch seine Umhüllung und konnte somit in den Kühlwasserkreislauf
gelangen.
Das System musste also modifiziert werden - es arbeitet nunmehr
alleine mit gespeichertem heißem Kühlwasser: Beim Startvorgang wird
das Restwärme-Wasser (2-3-l) schwallartig ins Kühlsystem eingespeist.
Der Platzbedarf (Größe vergleichbar einem Auspufftopf) ist erheblich.
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Stationäre elektrische Vorwärmsysteme.
Wer in der glücklichen Situation ist, am Fahrzeugstellplatz über einen
230V-Haushaltsstromanschluss zu verfügen, der kann sich zur Kühlwasser-Vorwärmung
eine Art "Tauchsieder" in den Motorblock einsetzen lassen. Zusätzlich
empfehlenswert sind Zeitschaltuhr sowie ein Spezial-Heizlüfter für den
Innenraum (Festeinbau nicht erforderlich). Prinzipielle Nachteile dieser
Technik: Man darf nicht vergessen, vor dem Losfahren das externe
Stromkabel abzuziehen, eine Zusatz-Heizfunktion während der Fahrt bzw.
beim Parken abseits der eigenen Steckdose ist nicht gegeben.
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| Zusatzheizungen
zum Nachrüsten |
| System |
Kosten |
Heizwirkung
50% |
Handhabung
30% |
Umwelt
20% |
Gesamturteil |
| Heizung |
Einbau |
| Standheizungen |
Webasto
Thermo Top C/Z-D |
919,30
Euro
(incl. Schaltuhr)
|
537
Euro |
++ |
O |
+ |
+ |
Eberspächer
Hydronic D5W SC |
894,40
Euro
(incl. Schaltuhr) |
537
Euro |
++ |
O |
- |
O1 |
| Elektrische
Vorwärmsysteme |
Calix
Motorvorwärmer |
423
Euro |
486
Euro |
++ |
O |
+ |
+ |
Defa
Warm Up De Luxe |
258
Euro |
486
Euro |
+ |
O |
+ |
+ |
| Wärmespeicher |
| Ritter |
488
Euro |
547
Euro |
-- |
+ |
O |
--2 |
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Ergänzende Hinweise 
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Standheizungen
Ohne dieses Zubehör dauert die Innenraum-Aufheizung (von -10 ° C. auf
+ 20° C bei beschriebener Versuchsanordnung), je nach Messpunkt, ca. 30
min. Mit Standheizung: Nach 30 min. Vorheizzeit im Stand werden ca. 5
min. nach Fahrtbeginn bereits "Wohlfühl"-Temperaturen von +
22°C erreicht. Diese Werte können je nach Fahrzeugtyp und
Einsatzbedingungen (Fahrprogramm) natürlich variieren.
Die Heizleistung der Webasto mit 5,2 kW ist gegenüber der Eberspächer
mit 5 kW geringfügig besser. Der vorgewärmte Motor wirkte sich in der
Warmlaufphase positiv auf die Abgaswerte aus. Allerdings ist bei Eberspächer
eine Verschlechterung der CO -Werte, aufgrund des schlechten
Startverhaltens des Heizsystems, zu verzeichnen. CO-Wert, deutlicherer
Abgasgeruch und das lautere Betriebsgeräusch führen hier zur
Abwertung. Bei beiden Systemen wurde im Fahrbetrieb ein geringfügig erhöhter
Kraftstoffverbrauch gemessen (bei mitlaufender Standheizung).
Elektrische Vorwärmsysteme
Die (alleine mögliche) Vorwärmung mit den elektrischen Systemen führte
zu einer Verbesserung des Abgasverhaltens, eine Auswirkung auf den
Kraftstoffverbrauch war nicht messbar. Beide Systeme haben einen
vergleichbaren Strombedarf um die selbe Innenraumtemperatur zu
erreichen.
Weitere Details zu den Testgeräten:
Calix-Typbezeichnung MVP 518, Preis incl. Anschlusskabel und Heizlüfter
mit 2100 W elektrischer Leistung.
Defa-Typbezeichnung A 411 761 mit Kabelsatz und Heizlüfter mit 1400 W
elektrischer Leistung
Wärmespeicher
Das System wirkte sich weder auf Innenraum- oder Motortemperatur noch
auf das Abgasverhalten aus.
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